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PFERDEHALTUNG PROFITIERT VON PFLANZENKOHLE

„Der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit“

Hippokrates hat schon vor 2000 Jahren erkannt, was die Wissenschaft heute belegt. Über 80 % der Krankheiten gehen vom Darm aus.

Neben Kräu­tern und Tonerde wurde Pflanzenkohle von Tierhaltern fast aller Kulturen für die Behandlung sämtlicher inne­rer und äußerer Krankheiten der Tiere verwendet. Es hat offenbar nie geschadet, aber meistens genützt. Auch der norddeutsche Tierarzt Achim Gerlach hat in mehreren Jahren der Verabrei­chung von Kohle nicht ein einziges Mal eine negative Auswirkung auf die Gesundheit feststellen können. Die Wissenschaft bestätigt diese Beobachtungen.

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Empfohlene tägliche Dosierung

Pro Kilogramm Körpergewicht, werden 0,5 Gramm Pflanzenkohle empfohlen.

Pflanzenkohle in der Pferdefütterung

Vor allem Pferde sind sensible Tiere und haben hohe Ansprüche und Bedürfnisse an Haltung und Pflege. Die Wissenschaft geht davon aus, dass ein gesunder Verdauungsstrakt die Psyche positiv beeinflusst. Man kann Pferde also glücklich füttern. Der Verdauungstrakt organisiert aber nicht nur die Nährstoffaufnahme, sondern auch dreiviertel der gesamten Immunabwehr.

Der Darm des Pferdes fasst 200 Liter und ist auf seiner Länge von 30 Metern mit Millionen von Neuronen überzogen. Zwischen diesem komplexen, eigenständigen Nervensystem und dem Gehirn werden kontinuierlich mittels Botenstoffen Informationen ausgetauscht. Etwa 90 Prozent aller körperinternen Informationen werden vom Darm an das Gehirn geschickt. So wird beispielsweise auch das Glückshormon Serotonin überwiegend im Darm produziert, sofern ein ausgeglichenes Milieu im Darm herrscht.

Dank der Redoxpuffer-Wirkung der Pflanzenkohle werden die für Bakterien besonders schädli­chen Schwankungen des Redoxpotentials im Verdauungs­trakt verringert und das natürliche Gleichgewicht wird wiederherge­stellt. Dadurch steigert sich auto­matisch das Wohlbefinden und die Vitalität des Tieres und es wird aus­geglichener.

Körpergewicht Gramm
bis 250 kg 40
bis 500 kg 80
bis 700 kg 120

Pflanzenkohle als Einstreu in Pferdeboxen

Wie man sich bettet, so liegt man. Das gilt auch im Pferdestall. Die Tiere sind im ständigen Kontakt mit ihren ei­genen Ausscheidungen und deren Fauldämpfen sowie mit Mikroben, die sich in und auf den Ausscheidungen vermehren und das mikrobielle Milieu im Stall lenken.
Vermischen sich die festen und flüs­si­gen Ausscheidungen, entstehen Fäul­nis und Gestank. Der Harn der Tiere enthält die Abbauprodukte des Stoff­wechsels, vor allem also Stickstoff und Phosphor sowie Mikronährstoffe. Kommt der Harn in Kontakt mit den festen Ausschei­dungen, welche über­wiegend aus schwer verdaulichen Bal­laststoffen, abgestoßenen Darmzellen und bis zu 30 % abgestoßene Mikroor­ganis­men bestehen, können sich die Bak­terien im kohlenstoffreichen Kot mithilfe der essenziellen Nährstoffe aus dem Harn beträchtlich vermehren.

Diese Vermehrung führt laut Hans-Peter Schmidt, Geschäftsführer des Ithaka Instituts, „zum Verfaulen des Kotes, zur Vermehrung schädlicher Mikroorganismen und zur Entste­hung klima- und gesundheitsschädli­cher Gase.“ Stehen die Tiere auf der Weide, wird der Urin und das Kotwasser direkt von der Erde aufgenommen, die Feststoffe des Kots hingegen trock­nen an der Luft und werden von Bodenorganismen ab­gebaut und in den Boden eingearbeitet.

Im Idealfall sollten die flüssigen Aus­scheidungen im Stall ebenfalls von einem aufnahmefähigen Unter­grund absorbiert werden können. Stroh ist aufgrund seiner unzu­reichenden Saugfähigkeit ungeeig­net, um den kohlenstoffreichen Kot vom nährstoff­reichen Urin zu tren­nen. Darüber hin­aus besteht die Gefahr, dass die Stroh­matratze zu faulen beginnt und dem eigentli­chen Ziel, eine saubere und hygie­nisch einwandfreie Umgebung zu schaffen, entgegenwirkt.

Die Kohle ist ähnlich wie ein Schwamm aufgebaut und weist mit unzähligen Poren eine innere Ober­fläche von bis zu 300 m2 pro Gramm auf. Diese enorme Oberflächen­größe der Kohle bietet den zugesetz­ten effektiven Mikroorganismen einen Lebensraum und Nährstoffen einen Anhaftungsplatz. So verbessern die effektiven Mikroorganismen die Mikroflora und sorgen für ein mikrobielles Gleichgewicht und angenehmes Stallklima.

Stickstoffverbindungen wie Ammoniak und Ammonium und andere geruchsintensive, oft giftige Stoffe werden gebunden und die Ausbreitung von Krankheitserre­gern gestoppt. Die Fähigkeit der Kohle, das Fünffa­che ihres Eigengewichts an Flüssig­keit aufzunehmen, sorgt für einen trockenen Boden. Es ist zu beobach­ten, dass sich die Tiere auf dem tro­ckenen Untergrund öfter hinlegen und die Hufe fest und gesund sind. Auch erleichtert die Pflanzenkohle den Pferden das Aufstehen, da die Einstreu nicht wegrutscht.

„Pferdehaltung mit Pflanzenkohle“ zum Herunterladen
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